Hl.Abend
24.12.: Kurzpredigt Heilig Abend 2003
Liebe Gemeinde,
kommt, wir wollen den Retter der Welt suchen!
Kommt lasst uns sofort losgehen, damit wir ihn finden, sagen die Hirten, nachdem sie die Weihnachtsbotschaft des Engels hörten.
Sie spüren intuitiv , so wie es mancher von uns auch spürt.
Heute geht es um uns.
Heute ist der Tag auf den wir so lange gewartet haben.
Heute kann sich alles zum Guten wenden.
Heute wird unsere Sehnsucht nach einem erfülltem Leben gestillt.
Die Hirten diskutieren nicht lange darüber ob es Engel gibt oder nicht, ob das alles überhaupt stimmen kann, was sie da hören,
Dafür haben sie jetzt keine Zeit - sie nutzen die Chance des Augenblicks und machen sich auf zum Stall.
Sie wollen sich selber davon überzeugen, ob es stimmt was sie gehört haben. Sie wollen sich eine eigene Meinung bilden und folgen der Engelsstimme.
Wer glaubt schon an Engel? Mag mancher jetzt einwenden. Als Weihnachtsdekoration oder im Krippenspiel sind sie ja ganz nett- aber Engel in echt- die gibt’s nicht – oder?
Ohne die Engel bliebe von der Weihnachtsgeschichte nicht viel übrig. Niemand von uns wüsste bis heute, was sich da im Stall abgespielt hat. Niemand hätte je Notiz genommen von diesem Säugling, der da zur Welt kam, wie jeder Mensch zur Welt kommt, der da schrie wie jedes Neugeborene, der da gestillt und gewickelt wurde wie jedes Baby auch.
Durch die Botschaft der Engel war klar – heute ist nicht nur ein Mensch wie wir geboren – heute ist der Heiland, der Retter der Welt geboren.
Als die Hirten im Stall von Bethlehem ankommen, stellen sie fest: Jesus, der Heiland, der Retter ist da! Es stimmt! Es hat sich alles so erfüllt, wie es vorausgesagt war. Jetzt geht ihnen ein Licht auf und sie begreifen: Der Engel hatte recht. Ein Kind in Windeln gewickelt liegt in einer Futterkrippe. Die Hirten kommen ins Staunen und beten Gott an.
Und wir?
Auch wir haben – wie die Hirten - die Weihnachtsbotschaft gehört –
Auch wir haben uns heute aufgemacht zur Krippe, zum Gottesdienst heute Nachmittag , auch wir tragen wie die Hirten Wünsche in uns, die in Erfüllung gehen sollen.
Aber glauben wir, dass Jesus, dass Kind in der Krippe unser Heiland, unser Retter ist? Glauben wir, dass Gott uns in diesem Neugeborenen sein menschliches Gesicht gezeigt hat? Glauben wir, dass Gott zu Weihnachten Frieden mit uns Menschen geschlossen hat? Die Hirten machten sich mitten in der Nacht auf den Weg.
Solch ein Hirte ist auch der Vater im Krippenspiel, der sich beklagte: Schalom ist mir eigentlich vergangen, von wegen Frieden! - es wird Zeit, dass etwas passiert. Es wird Zeit dass die Politiker handeln, es wird Zeit, dass die Wirtschaft wieder in Schwung kommt, es wird Zeit, dass die Menschen wieder liebevoller und gerechter miteinander umgehen.
Vielleicht erwarten auch wir, dass sich die Umstände ändern müssten, bevor sich alles zum Guten wendet.
Aber Weihnachten ist nicht erst übermorgen oder in einer fernen Zukunft. Heute ist der tag! Heute ist Jesus zur Welt gekommen. Heute kann er unser Leben verändern. Denn so wie die Hirten damals, so können wir heute zu Jesus finden. Er wartet auf uns, er wartet auf Erwachsene und Kinder, auf Frauen und Männer, auf Arme und Reiche. Jesus weist niemanden zurück. Alle dürfen zur Krippe kommen.
Das ist die wahre Weihnachtsfreude, die uns kein Geschenk der Welt geben kann. Wenn Ein Mensch Jesus gefunden hat.
Die Bibel sagt, dass sich der ganze Himmel freut. Wenn ein Mensch zu Jesus kommt. Davon bin ich überzeugt. Jeder kann zu Jesus kommen, jeder kann ihn finden. Jeder kann die Weihnachtsfreude entdecken., die Jesus schenken will. Es gibt nur eine einzige Vorraussetzung:
Du musst wirklich von ganzem Herzen zu Jesus kommen wollen. Wer Jesus findet, der findet Gott, der findet Freude und einen tiefen Frieden. Auch wenn rings um uns herum die Welt noch unfriedlich und hoffnungslos erscheint. Auch wenn sich vieles dieser Weihnachtsbotschaft in den Wege stellt.
Es gibt immer einen Weg zur Krippe, einen Weg zu Jesus – auch für dich.
Denke immer daran: Wer sich aufmacht um Jesus zu suchen, der wird ihn finden. Nicht nur zu Weihnachten, nicht nur an bestimmten Festtagen, sondern auch im Alltag. Es lohnt sich, Jesus zu finden, und sein leben mit ihm zu leben. Er will dich beschenken mit seiner Liebe, mit seiner Freude, mit seiner Vergebung mit seinem Leben.
Wer zu Jesus kommt, der stellt fest, wie es die Engel in unserem Krippenspiel gesagt haben: „In dieser Nacht kam mit Jesus der Himmel auf die Erde. Gott hat die Menschen so sehr lieb, dass er seinen eigenen Sohn zu ihnen gesandt hat. Der Stern der Hoffnung leuchtet nun wieder ganz hell am Himmel – für alle Menschen auf der Erde“ Und auch für dich!!!
