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Leitgedanken und Perspektiven

Leitlinie

Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
Römer 12, Vers 2

Wir stellen fest, dass wir in einer Zeit leben, die von zunehmender Individualisierung, von sozialer Differenzierung und von Abnahme des Glaubens geprägt ist. Weiterhin stellen wir fest, dass nicht mehr jedes getaufte Gemeindeglied im Glauben lebt und am Gemeindeleben teilnimmt. Unser Auftrag ist es, die Botschaft von Jesus Christus weiterzugeben. Daran wollen wir festhalten, auch wenn unser Glaube im gesellschaftlichen Alltagsleben abnimmt. Folglich muss sich auch unser Glaube auf dem Markt vieler religiöser Angebote bewähren. In unserer pluralen und multikulturellen Gesellschaft, die von Leistung, Wirtschaftlichkeit und Globalisierung geprägt ist, besteht die Gefahr, dass grundlegende christliche Werte (z.B. Nächstenliebe, Gewaltlosigkeit) aufgegeben werden. Um diese Entwicklung nicht fortzusetzen, soll festgelegt werden, auf welche Ziele unser gemeinschaftliches Handeln ausgerichtet ist.
Unsere Leitgedanken benennen Ziele, die uns helfen, Orientierung zu finden.

Leitgedanken

1. Als Christinnen und Christen leben wir in der Hoffnung und von der Erfahrung, dass Gott uns Antworten gibt auf die Fragen unsere Lebens. Wir wollen deshalb alle Menschen unserer Gemeinde einladen, ihre Fragen zu stellen und gemeinsam mit uns nach Antworten zu suchen. Darum soll die Auseinandersetzung mit der biblischen Botschaft in Auslegung und Gespräch fortgesetzt und intensiviert werden.

2. Alle gemeindlichen Aktivitäten geschehen auf der Basis der ermutigenden Botschaft von der Auferstehung Christi. Damit alle in der Gemeinde Tätigen ihren Dienst im Sinne des Evangeliums verstehen, wollen wir an den Strukturen arbeiten, die es ihnen leichter machen, ihre Beziehungen zu Gott, zu den Mitmenschen und zu sich selbst zu finden.

3. Beziehungen brauchen Kommunikation und Begegnung. Darum wollen wir uns in der Gemeinde nicht mehr auf die notwendigen Beziehungen beschränken. Stärker als bisher wollen wir darauf achten, dass wir die Menschen unserer Gemeinde zum Gespräch miteinander und zum Gespräch mit Gott ermutigen. Unsere Arbeitsformen sollen so gewählt werden, dass Zeit und Räume vorhanden sind zum Reden, Zuhören und Beten. Dabei wollen wir für spontane und thematische Offenheit sorgen, damit die Dinge des alltäglichen Lebens eingebracht werden können.

4. Glaube, Beziehungsfähigkeit und Kommunikation brauchen eine vertrauensvolle Atmosphäre, Toleranz und gegenseitige Achtung. Darum wollen wir an Strukturen arbeiten, die Entscheidungsprozesse transparent und für die Menschen unserer Gemeinde nachvollziehbar machen. Zu Mitsprache und offener Diskussion soll ermutigt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass Leitungsstrukturen unserer Gemeinde Mitsprache und offene Diskussion nicht verhindern, sondern fördern.

Unsere Ziele

1. Die Weiterentwicklung unseres geistlichen und gemeindlichen Lebens
2. Die Verbesserung der Beziehungs- und Kommunikationsstrukturen in der Gemeinde
3. Die Fortschreibung des Arbeitkonzeptes aller in der Gemeinde Tätigen